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Gesundheitsberufe

Gemeinsam für ein besseres Leben nach der Intensivstation.


Liebe Gesundheitsfachkräfte, willkommen bei PICS-DACH!

Wieso PICS?

Moderne intensivmedizinische Therapien haben die Überlebenschancen bei schweren Erkrankungen deutlich verbessert. Viele ehemalige Intensivpatient:innen entwickeln jedoch langanhaltende körperliche, kognitive oder psychische Einschränkungen. Dieses Krankheitsbild wird als Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS) bezeichnet. Auch Angehörige sind häufig betroffen – hier spricht man von PICS-Family (PICS-F).
In Deutschland, Österreich und der Schweiz fehlen bislang systematische Daten zu Häufigkeit, Risikofaktoren und Verlauf dieser Belastungen. Die PICS-DACH-Studie soll helfen, diese Lücken zu schließen und die Versorgung nachhaltig zu verbessern.

Studiendesign

Die PICS DACH-Studie ist eine multizentrische Beobachtungsstudie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

  • Rekrutierung an mehreren Universitäts- und Schwerpunktkliniken.
  • Einschluss von erwachsenen Intensivpatient:innen nach einem Aufenthalt ≥ 72 Stunden.
  • Systematische Nachbeobachtung über mehrere Jahre (3, 6, 12, 24 und 60 Monate).
  • Erhebung von Routinedaten, Fragebögen und Tests, ergänzt durch optionale Zusatzmodule (z. B. Biomarker, Umweltfaktoren, psychologische Interviews).

Ziele

Primärziel: Erfassung der Häufigkeit und Entwicklung von PICS und PICS-F in der DACH-Region.

Sekundärziele:

  • Identifikation von Risikofaktoren und Schutzfaktoren.
  • Untersuchung der Auswirkungen auf Lebensqualität und Alltagsfunktion.
  • Analyse von sozialen, psychologischen und biologischen Einflussfaktoren.
  • Verbesserung der Diagnostik und Nachsorge für Patient:innen und Angehörige.

Studienpopulation

Erwachsene Patient:innen (≥ 18 Jahre) mit Intensivaufenthalt ≥ 72 Stunden.

Angehörige dieser Patient:innen zur Erfassung von PICS-F.

Rekrutierung an Universitätskliniken und kooperierenden Zentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Datenerhebung

Während des Intensivaufenthalts: Routinedaten aus der klinischen Versorgung.

Nach Entlassung: standardisierte Fragebögen und Tests zu körperlicher, kognitiver und psychischer Gesundheit sowie Lebensqualität.

Langzeit-Follow-up: telefonische Interviews, klinische Nachuntersuchungen, optionale Zusatzuntersuchungen (z. B. Biomarker, Umweltfaktoren, psychosoziale Belastungen).

Datenmanagement & Datenschutz

Alle Daten werden nach geltenden Datenschutzgesetzen (DSGVO) pseudonymisiert erfasst und zentral in einer sicheren, verschlüsselten Datenbank gespeichert. Der Zugriff ist ausschließlich autorisierten Studienmitarbeiter:innen möglich. Ergebnisse werden ausschließlich in aggregierter Form veröffentlicht – ein Rückschluss auf Einzelpersonen ist ausgeschlossen.

Studiendauer

Start: Ende 2025

Rekrutierung: mindestens 3 Jahre

Follow-up: bis zu 5 Jahre nach Intensivaufenthalt

Gesamtdauer: voraussichtlich 10 Jahre

Teilnahme

Für Patient:innen:

  • Die Teilnahme ist freiwillig.
  • Es entstehen keine zusätzlichen Risiken oder Änderungen der Behandlung.
  • Erhobene Daten stammen aus der Routineversorgung sowie standardisierten Fragebögen/Tests.

Für Angehörige:

  • Möglichkeit zur Teilnahme durch Fragebögen und Interviews über Belastungen nach dem Intensivaufenthalt des Familienmitglieds.

Autorschaft

Die Veröffentlichung der Studienergebnisse erfolgt nach den Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE). Alle beteiligten Zentren und Autor:innen werden entsprechend ihrer Beiträge berücksichtigt.

Studienunterlagen

👉 Diese Dokumente finden Sie im Bereich Downloads der Website.

  • Studienprotokoll (PDF)
  • Patienten- und Angehörigeninformationen
  • Einwilligungserklärungen
  • Zentren-Informationspaket

Ethik & Registrierung

Positives Ethikvotum der federführenden Ethikkommission sowie weiterer beteiligter Zentren liegt vor.

Die Studie wird im Deutschen Register Klinischer Studien (DRKS) und internationalen Registern registriert.