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Patient:innen,
An- & zugehörige

Ihre Teilnahme bedeutet einen Schritt in Richtung Genesung und Verständnis.


Liebe Patient:innen, An- & Zugehörige, willkommen bei PICS-DACH!

Nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation können bei vielen Patient:innen langfristige körperliche, kognitive und psychische Einschränkungen entstehen. Auch Angehörige leiden häufig darunter. Diese Belastungen werden als Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS) und PICS-Family (PICS-F) bezeichnet. Bisher gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz nur wenige systematische Daten dazu, wie häufig PICS auftritt, welche Risikofaktoren eine Rolle spielen und wie sich die Beschwerden im Verlauf entwickeln. Genau hier setzt unsere PICS-DACH-Studie an.


Was ist das Ziel von PICS?

Ziel dieser multizentrischen Beobachtungsstudie in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es, die körperlichen, kognitiven und psychischen Langzeitfolgen nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation systematisch zu erfassen und besser zu verstehen.

Wir möchten herausfinden, wie häufig das Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS) und das Post-Intensive-Care-Syndrom-Family (PICS-F) auftreten, welche Risikofaktoren ihre Entwicklung begünstigen und welche Faktoren die Genesung fördern können.

Besonders interessiert uns, welche Rolle medizinische, psychologische, soziale und umweltbedingte Einflüsse sowie biologische Marker spielen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Diagnostik und Nachsorge zu verbessern und die Lebensqualität von Betroffenen und ihren Familien langfristig zu steigern.

Wie funktioniert die Studie?

PICS wird in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und der Schweiz) durchgeführt. Geplant ist die Teilnahme von mindestens 1.000 Intensivpatient:innen pro Jahr. Die Studie startet Ende 2025 und hat eine Laufzeit von zunächst fünf Jahren. Für die Durchführung liegen die erforderlichen Ethikvoten der beteiligten Zentren vor.

Auf Grundlage vordefinierter Einschlusskriterien (z. B. Intensivaufenthalt ≥ 72 Stunden, Alter ≥ 18 Jahre) werden Patient:innen in die Studie aufgenommen. Während des Aufenthalts auf der Intensivstation erfassen wir Routinedaten aus der klinischen Versorgung. Nach der Entlassung erfolgt eine systematische Nachbeobachtung über mehrere Jahre.

Zu diesen Zeitpunkten werden standardisierte Fragebögen und Tests eingesetzt, um die körperliche Funktion, kognitive Leistungsfähigkeit, psychische Gesundheit und Lebensqualität zu erfassen. Zusätzlich werden bei ausgewählten Patient:innen und Angehörigen weitere Untersuchungen durchgeführt (z. B. Umweltfaktoren, psychologische Interviews, Blutproben für Biomarkeranalysen).

Wieso sollen Sie daran teilnehmen?

Die PICS-DACH-Studie ist eine reine Beobachtungsstudie. Das bedeutet: Es werden ausschließlich standardisierte und bereits etablierte Fragebögen und Tests genutzt. Zusätzlich dokumentieren wir Routinedaten aus der normalen klinischen Versorgung. Es gibt keine studienbedingten Eingriffe oder Veränderungen der Behandlung – die medizinische Versorgung läuft vollständig unabhängig von der Studie.

Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie uns, das Verständnis für die Langzeitfolgen eines Intensivaufenthalts entscheidend zu verbessern. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Nachsorge und Versorgung von Intensivpatient:innen und ihren Familien in der gesamten DACH-Region langfristig zu optimieren und ihre Lebensqualität zu steigern.